Verein Kohlenbahnen e.V.
Sitz Meuselwitz


Traditionsbahn • Technisches Museum • Modellbahn • Kulturbahnhof


Neuigkeiten

Arbeitseinsatz Juli 2019

Bei rund 15 Kilometer Gleisanlagen sind wir ganzjährig mit Instandhaltung und Reparatur beschäftigt. So wurden im Kammerforst einige Gleismeter neu geschottert und mit Hilfe der Gleisstopfmaschine verdichtet. Außerdem mussten unsere fleißigen Vereinsmitglieder und Unterstützer der Vegetation zu Leibe rücken, um ausreichend Profilfreiheit zu gewährleisten. Wer sich von unserer Vereinsarbeit persönlich ein Bild machen möchte, ist an jedem Sonntag zu unseren Regelfahrten herzlich willkommen.

Glück Auf von den Kohlebahnern




Datum: 29.07.2019





Barrierefreie Fahrt genießen

Die Kohlebahn ist für alle Altersgruppen das ideale Ausflugsziel. Auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können dank Barrierefreiheit problemlos ihre Fahrt genießen. Ein Erfahrungsbericht:
https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/40487/Projektmitarbeiterin-testet-Traditionsbahn.htm
Datum: 01.07.2019



Mit der Bahn durchs einstige Ostthüringer Braunkohlerevier

Artikel der Ostthüringer Zeitung vom 15.06.2019

In Meuselwitz erhält und betreibt ein rühriger Verein seit mehr als 20 Jahren eine 15 Kilometer lange Schmalspurstrecke der Kohlebahn – ein touristischer Höhepunkt der Region.

In Meuselwitz im äußersten Osten Thüringens starten jeden Sonntag auf einer alten Kohlebahnstrecke Züge Richtung Sachsen . Es handelt sich aber längst nicht mehr um Güterverkehr, sondern um einen touristischen Höhepunkt der Region.
Die Meuselwitzer Kohlebahn verkehrt auf schmaler Spur. Ihre offenen Cabrio-Wagen erinnern an Ausflugsdampfer oder Kremserfahrten, die geschlossenen grünen Waggons wirken pittoresk und historistisch. Gezogen werden sie von Diesel-Loks beziehungsweise einer E-Lok. Wobei das Notstromaggregat der Elektro-Lokomotive einen eigenen Waggon ausfüllt und ein ganzes Dorf mit Strom versorgen könnte, wie Vereinsvorsitzender Karsten Waldenburger berichtet.


Regionale Bergbau- und Eisenbahngeschichte

Seit 23 Jahren steht der 61 Jahre alte Unternehmer dem Verein Kohlebahnen vor. Er war es auch, der die Idee hatte, zumindest ein Teilstück der ehemaligen Kohlebahnen im Dreiländereck Sachsen , Sachsen-Anhalt und Thüringen zu erhalten. Allerdings schwebte ihm zunächst eine Teilstrecke von gut zwei Kilometern Länge nahe seines Wohnortes Haselbach vor – eine private Modelleisenbahnanlage in Originalgröße sozusagen. Doch als der Bergbau-Folgebetrieb ihm anbot, einen längeren Abschnitt zu betreiben, musste Karsten Waldenburger größer denken – die Geburtsstunde des Kohlebahnen-Vereins.

Neben dem Anliegen, die regionale Bergbau- und Eisenbahngeschichte für die Nachwelt zu erhalten, war für die Vereinsmitglieder schnell klar, dass der Freizeit- und Tourismus-Aspekt im Vordergrund stehen müsse. So verkehrt die Museumsbahn zwischen dem thüringischen Meuselwitz und dem sächsischen Regis-Breitingen im Sommerhalbjahr jeden Sonntag nach regulärem Fahrplan. Darüber hinaus können die Züge für Betriebsausflüge und Geburtstagsfeiern gechartert werden.

Die Region zwischen nördlichem Altenburger Land und Leipziger Südraum wird über Generationen hinweg vom Braunkohle-Abbau geprägt: Nach ersten eher glücklosen Abbau-Bestrebungen im 17. Jahrhundert lernen findige Bauern zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Brenneigenschaften des braunen Rohstoffs zu schätzen. In kleinen Stollen unter Tage bauen sie für den Heimgebrauch kleinere Mengen ab. Später entwickelt sich daraus ein eigener Industriezweig; gefördert wird die Kohle ab dem 20. Jahrhundert dann in Tagebauen und Gruben. „Die Kohleindustrie sorgte für Wohlstand“, sagt Karsten Waldenburger. „Das zog Arbeitskräfte von Schlesien bis Pommern an.“ In der DDR avanciert der Braunkohle-Abbau schließlich zur Schlüsselindustrie. Braunkohle ist damals Energieträger Nummer eins. Neben dem Wohlstand zeigen sich bald aber auch die negativen Seiten: „Die Kohleindustrie hat massiv Land gefressen, Ortschaften mussten weichen, Zwangsumsiedlungen wurden angeordnet“, so der Vereinsvorsitzende.

Zentrales Transportmittel im Braunkohlerevier ist damals die Bahn. So entsteht ein stark verästeltes Schmalspur-Netz. Heute werden nur noch die 15 Schienenkilometer des Vereines betrieben. Neben dem Molli in Bad Doberan und der Inselbahn auf Borkum ist die Kohlebahn die einzige Bahn für Personenverkehr auf 900 Millimeter Spurbreite.
Start und Ziel der Fahrten ist der Kulturbahnhof in Meuselwitz . Hier betreibt der Kohlebahnen-Verein seit Beginn des Jahrtausends im ehemaligen Lokschuppen und auf dem alten Bahnhofsgelände zugleich ein Museum sowie eine Modellbahn-Ausstellung. Obendrein können Teile der Räumlichkeiten von Fremdveranstaltern angemietet werden.
Das Technische Museum beherbergt in einem Teil des Lokschuppens und auf dem Außengelände eine Vielzahl an historischen Zügen, Waggons, bergmännischen Exponaten und Anlagen. Beispielsweise steht dort ein Wagen mit einem Mig-21-Triebwerk. „Der wurde im Winter genutzt, um Weichen und Schienen von Eis und Schnee zu befreien“, sagt Joachim Döhler , im Verein zuständig für Technik.


Da sich der Außenbereich kaum sichern lässt, hat der Verein häufig mit Diebstahl, Vandalismus und „Graffitikünstlern“ zu kämpfen. Die Diebe interessieren sich vorzugsweise für Kupferkabel und -bauteile, die in den Loks verbaut wurden. Ein weiteres Problem konnte der Verein inzwischen lösen: Auf Teilen der Bahnstrecke waren Hohlräume entdeckt worden, die noch von alten Stollen aus dem beginnenden 19. Jahrhundert herrührten. Nun sichern Behelfskonstruktionen das Gleisbett. Darüber hinaus werden die Hohlräume in den nächsten Jahren mit sogenannter Braunkohlefilterasche verfüllt.

Regulär fahren die Kohlebahnen von Ostern bis Oktober. Absoluter Höhepunkt sind die Westerntage am dritten August-Wochenende. Dabei werden die Züge auf offener Strecke überfallen, wie man es aus alten Westernfilmen kennt. Zudem erwartet die Gäste ein Theaterstück, das vom Zug aus angeschaut werden kann. Dafür wird jedes Jahr eigens ein neues Stück geschrieben. Danach steht der Besuch der Westernstadt Haselbach mit Saloon, Kirche, Schule, Goldwaschen und Indianer-Dorf an. In diesem Jahr ist das Spektakel vom 16. bis 18. August zu erleben.

Fakten zur Kohlebahn
Geschwindigkeit: 25 bis 30 Stundenkilometer
Haltestellen: Bahnhof Meuselwitz , Schnaudertal, Haltepunkt Wintersdorf , Westernstadt Haselbach , Haltepunkt Regis-Breitingen
Fahrtdauer: zwei bis 2,5 Stunden mit Einkehrmöglichkeit im Saloon der Western­stadt Haselbach
Spurbreite der einstigen Industriebahn: 900 Millimeter
Strecke: 15 Kilometer
Sonderfahrten: Individuelle Fahrten für Betriebe, Geburtstagsgesellschaften, Hochzeiten und Klassentreffen machen 70 Prozent des Fahrbetriebes aus. Die übrigen 30 Prozent entfallen auf den sonntäglichen Regelbetrieb.
Besucher im Jahr: 12.000 bis 13.000 Fahrgäste, 2000 bis 3000 Museumsbesuche, 5000 bis 5500 Gäste der Westerntage
Fahrtüchtige Loks: eine E-Lok, vier Dieselloks, zuzüglich sechs geschlossener und sechs offener Wagen, konstruiert aus ehemaligen Plattenwagen, sowie vier Instandhaltungsfahrzeuge.

Glück Auf aus Meuselwitz

Foto und Text:
Ulrike Merkel (Ostthüringer Zeitung)

Datum: 15.06.2019

 Dr. Karsten Waldenburger
 Modellbahnausstellung
Dampfspeicherlok
 Joachim Döhler

Mitteldeutscher Rundfunk berichtet über die Kohlebahn

Der Link zur Mediathek von MDR Thüringen: hier
Datum: 31.05.2019



Kohlebahn rollt wieder über ganze Strecke (Artikel LVZ)


Erleichterung bei der Kohlebahn: Dank einer selber eingebauten Streckensicherung können die Züge ab Donnerstag auch wieder vom und zum Kulturbahnhof Meuselwitz fahren. Der 390 Meter lange Streckenabschnitt war gesperrt, weil im Untergrund Hohlräume entdeckt wurden, die jetzt mit Filterasche verfüllt werden. Aber auch die Arbeiten sorgten für einigen Ärger.

Eine Konstruktion aus Stahlträgern sichert die Gleise in den gefährdeten Abschnitten. Quelle: Mario Jahn


Meuselwitz
Die gute Botschaft vorweg: Am morgigen Himmelfahrtstag rollt die Kohlebahn erstmals wieder über die komplette Distanz vom Meuselwitzer Kulturbahnhof gen Regis-Breitingen und zurück. Ohnehin kann ab sofort der Betrieb wieder normal abgewickelt werden – auch der Kindertag am kommenden Sonnabend.
Unterbrechung wegen Verfüllungen
Seit Herbst 2018 war der Betrieb nur von und nach Wintersdorf möglich, weil ein 390 Meter langes Teilstück der Strecke in Meuselwitz für den Verkehr gesperrt war, weil dort unterirdische Hohlräume aus dem längst ruhenden untertägigen Braunkohlebergbau der Anfang des 19. Jahrhunderts stillgelegten Grube „Geidel“ verfüllt werden. Zwischen Meuselwitz und Wintersdorf musste per Bus Schienenersatzverkehr rollen.
Die aufwendigen Arbeiten im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) werden sich noch Monate, wenn nicht Jahre hinziehen (die OVZ berichtete). Mit hohem Druck wird entlang der Trasse ein selbstaushärtendes Gemisch aus Braunkohlefilterasche, Wasser und einem Dämmer gepresst, bis die Hohlräume mit der wie Beton aushärtenden Masse ganz gefüllt sind und somit nicht mehr einstürzen und zu gefährlichen Tagbrüchen führen können. Jetzt hat der Kohlebahnverein eine Art Behelfsbrücke an den betroffenen Trassenbereichen eingebaut, die das Gleis im Falle eine solchen Tagbruchs abfangen sollen, so dass ab morgen die Züge wieder darüber rollen können.
Schlamm drückt auf Nebengrundstücke
Parallel gehen die Verfüllarbeiten weiter. Offenbar birgt die eingesetzte Technologie einige Tücken. So schoss der mit hohem Druck ins Erdreich gepresste Schlamm in der Breitscheidstraße auf benachbarte Grundstücke. Karin Oehler ist eine der Betroffenen. Seit 1974 wohnt sie im eigenen Haus nebst schmuckem Garten an der Breitscheidstraße. Im November 2018 erlebte sie eine böse Überraschung: Das flüssige Füllmaterial war regelrecht durch die Ritzen der Pflastersteine nach oben auf ihr Grundstück geschossen.
Auch Nachbargrundstücke waren davon betroffen. Es sei schon ein Kraftakt gewesen, den Dreck wieder wegzubekommen. „Das Gemisch härtet ja aus wie Beton“, sagt sie. Umgehend alarmierte sie die auf der benachbarten Trasse beschäftigten Arbeiter wegen des Dilemmas. „Die haben auch schnell reagiert und den Druck reguliert“, blickt Karin Oehler zurück. Der Dreck ist mittlerweile zwar entfernt worden, was aber bleibt, sind unübersehbare Risse an Gebäuden des Grundstücks, insbesondere am Carport. „Ich bin mir recht sicher, dass dies ebenfalls von den Arbeiten stammt. Vermutlich durch die Erschütterungen und Bodensetzungen“, so Oehler.
Mittlerweile liegt der Fall beim Rechtsanwalt, weil Karin Oehler logischerweise nicht auf den noch nicht absehbaren Kosten für Verunreinigung und Gebäudeschäden sitzen bleiben will. Ein gutes Ende in diesem Dilemma deutet sich aber an. „Die LMBV hat mir zugesichert, dass wir uns einigen werden. Da bin ich erst einmal sehr froh“, atmet Oehler auf.

Bahn kann wieder komplett fahren
Gute Wendung in der Breitscheidstraße und auch bei der Bahn? Es sieht zumindest so aus, da nun ja auch wieder die Bahn durchgängig rollen kann. „Erstmals wird dies zu unserer Männertagstour am Himmelfahrtstag sein“, freut sich Kohlebahnchef Karten Waldenburger. Auch am bevorstehenden Kindertag, den Westerntagen und den ganz normalen Betriebstagen können nun die Züge wieder wie gewohnt rollen.
In den zurückliegenden zweieinhalb Wochen haben Vereinsmitglieder sowie unterstützende Firmen die drei nachweislich unterhöhlten Streckenabschnitte im Gleisbett überbaut. „Wir haben beidseitig Stahlträger auf den Längen von zweimal 18 sowie einmal zwölf Metern verlegt. Unter die Gleise kamen weitere quergelegte und mit den Längsträgern fest verschweißte Armierungen“, erörtert der Experte die eingesetzte Technologie. Sollte nun wider Erwarten durch die Überfahrt eines Zuges in den betroffenen Bereichen wirklich der Boden nachgeben, so werde das Gleis durch die Träger regelrecht aufgefangen.
Finanzierung vorerst aus Vorkasse
„Wir sind erst einmal froh, dass wir diese Lösung gefunden haben und vor allem Partner, die privat oder als Firma die Finanzierung erst einmal in Vorkasse trugen“, so Waldenburger. Immerhin beliefen die sich auf rund 85 000 Euro. Nun hofft der Kohlebahnchef weiter, dass jemand die vorgeschossenen Kosten übernimmt und trägt. Diesbezüglich ist auch Landrat Uwe Melzer (CDU) in der Spur, der sich beim Land dafür stark macht, Gelder für die Zwischenlösung frei zu eisen.
Von Jörg Wolf
Datum: 31.05.2019



Kohlebahn fährt wieder planmäßig die gesamte Strecke

⚠️❌Wir haben es geschafft ‼️❌⚠️

👍Streckensperrung beendet ‼️👍

✅Ab sofort befährt die Kohlebahn die gesamte Strecke von Meuselwitz nach Regis-Breitingen und zurück nach regulären Fahrplan.✅

Unser Verein hat eine technische Lösung zum sicheren Befahren für die durch Bergbaufolgeschäden gesperrten Gleisabschnitte entwickelt, geplant und in einem gemeinsamen Kraftakt umgesetzt.
Im Meuselwitzer Stadtgebiet wurden deshalb 4 Behelfskonstruktionen ähnlich einer Behelfsbrücke direkt am Gleiskörper errichtet , die erst im Schadensfalle zum Tragen kommen.
Mit deren Einbau ist nun eine Sicherungskonstruktion vorhanden, die den die letzten 100 Jahre nicht aufgetretenen Bergschadensfall kompensieren soll.
Diese zusätzliche Sicherheit, deren wirksamer Einsatz hoffentlich nicht notwendig werden sollte, macht es möglich, diesen Streckenabschnitt wieder frei zu geben.
💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪
Wir danken an dieser Stelle allen beteiligten Personen, Firmen, Unterstützern und den Vereinsmitgliedern, für ihre großartige Arbeit.
💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪
Über die erfolgten Brücken- und Gleisarbeiten werden wir in kürze auf unserer Internetseite und Facebook ausführlich berichten.


Unser erster Zug befährt also am Himmelfahrtstag, den 📌30.05.2019 📌wieder die gesamte Strecke von Meuselwitz nach Regis-Breitingen und zurück.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Zu weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und verbleiben

mit freundlichen Grüßen


Dr. K. Waldenburger
(Vorstandsvorsitzender Verein Kohlebahnen e.V. Meuselwitz)

Datum: 28.05.2019



Herzlichen Glückwunsch 🎊🎉🍾 an unsere Kooperationspartner in Zeitz 😀

Zum 130. Geburtstag der ältesten Brikettfabrik der Welt, waren heute in Zeitz die Kohlebahner mit einem Stand vertreten. Extra zum Jubiläum wurden auch mal verschiedene Bergmannsuniformen vergangener Tage getragen. Bei bestem Wetter konnten wir viele Besucher auch an unserem Stand begrüßen. Für das Interesse an der Kohlebahn und der gezeigten Unterstützung in der für uns gegenwärtig schwierigen Situation, möchten wir allen ausdrücklich ein "großes Danke" sagen. Es ist gut zu wissen, dass Ihnen die Kohlebahn viel bedeutet. Wir benötigen weiter Ihre Unterstützung. Kommen Sie als Fahrgast zur Kohlebahn. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag an alle Besucher und Vereinsmitglieder des
www.mut-zeitz.de
⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️⚠️
Noch ein Tipp in eigener Sache. Buchen Sie unser Bergbau Kombiticket und erleben Sie Industriekultur zum anfassen:
https://www.leipzig.travel/fileadmin/mediamanager/Region/5_Infoservice/2_Downloadcenter/Auf_den_Spuren_der_Braunkohle_web.pdf



Datum: 20.05.2019


Auch der MItteldeutsche Rundfunk berichtete über die aktuellen Geschehnisse im Lokschuppen Meuselwitz.

> hier gehts zum Bericht
Datum: 09.05.2019


LVZ Presseartikel 07.05.2019

Meuselwitzer Kulturbahnhof
Kabeldiebstahl bei der Kohlebahn – mindestens 8500 Euro Schaden
Wie die unbekannten Täter in den Lokschuppen gelangten, ist derzeit völlig unklar. Die E-Lok ist derzeit nicht fahrbereit.
Als ob die Kohlebahner mit der Streckensperrung wegen Hohlräumen unterm Gleis nicht schon genug Probleme haben: Jetzt haben wieder einmal Diebe den Kulturbahnhof heimgesucht. Sie entwendeten unter anderem die wichtigen Verbindungskabel aus Kupfer bei der E-Lok, womit die vorerst lahm gelegt ist.
Eine böse Überraschung gab es am Montagmorgen, als die Kohlebahner im Kulturbahnhof Meuselwitz ihr Tagwerk begannen. Unbekannte waren am Wochenende auf bislang unbekannten Wegen in den Lokschuppen gelangt und hatten es dort vor allem auf die seit Saisonende im vergangenen Jahr abgestellte E-Lok abgesehen. Dort verschwanden vor allem Kupferkabel. Jetzt ist die Lok lahm gelegt.
„Uns ist es ein völliges Rätsel, wie die Täter ins Innere gelangten. Denn Einbruchsspuren waren nirgends zu finden. Entweder hatten die Täter einen Schlüssel oder sie haben sich abends mit einschließen lassen“, sagt Vereinsmitglied Joachim Döhler. Dafür spreche auch, dass die Kohlebahner Montagmorgen das Tor 9 geöffnet vorfanden. „Das lässt sich nur von innen öffnen. Vermutlich sind die Einbrecher daraus getürmt“, so der 65-Jährige entrüstet.
Mit einer Säge kappten die Unbekannten die dicken Verbindungskabel aus Kupfer zwischen Aggregat und E-Lok.

Verheerende Schäden

Die Schäden sind verheerend. „Nach ersten groben Schätzungen und ohne das genaue Wissen, was eine Neubeschaffung der oftmals nicht mehr produzierten Kabel kostet, gehen wir von einem Schaden von mindestens 8500 Euro aus“, rechnet der Kohlebahner vor. Nach Meinung des Experten müssen bei dem Bruch auch Leute mit Fachkenntnis am Werk gewesen sein. „Sie haben sämtliche Verbindungskabel zwischen dem Stromaggregat und der Lok mit einer Spezialsäge gekappt. So eine Säge haben wir selber gar nicht in unserem Bestand. Zudem sind weitere zwölf Meter Kupferkabel aus einem offenen Personenwagen weg, wie auch die fachgerecht entfernten Anschlusskabel aus zwei Reservemotoren“, zählt Döhler auf. Gleich am Montag erstattete der Verein Anzeige bei der Polizei. Ob die einen schnellen Fahndungserfolg haben wird, steht derzeit freilich in den Sternen.
„Auf jeden Fall ist die E-Lok, die ja der Star unter unseren Loks war, vorerst nicht mehr fahrbereit. Wir wissen auch nicht, ob und wann wir Ersatz für die entwendeten Kabel gefunden haben.“

Interimslösung für gesperrten Abschnitt gefunden

Dabei sollte die 75 Tonnen wiegende EL-3 erstmals am Himmelfahrtstag in dieser Saison rollen. Und zwar auch über den derzeit wegen der zu verfüllenden Hohlräume gesperrten Streckenabschnitt. Döhler und seine Kollegen waren mittlerweile nicht untätig und haben eine Interimslösung gefunden. „Wir wollen die betroffenen Flächen mit einer Unterbrückung mit Stahlträgern versehen, über die die Züge dann vorsichtige im Schritttempo rollen können“, erklärt Döhler. Die Finanzierung übernimmt der Verein in Vorkasse.

Zug zu Himmelfahrt soll auf jeden Fall rollen

Die Fahrt zu Himmelfahrt werde auf jeden Fall stattfinden, aber ob dafür die E-Lok vorgespannt werden kann, ist derzeit noch völlig unklar. „Weil beispielsweise mit den Kabeln auch so genannte Kragenstecker verschwunden sind, deren Produktion nur in der DDR erfolgte“, so der Experte.

Nicht der erst Zwischenfall

Es war keineswegs der einzige Zwischenfall bei der Bahn. Erst vor 14 Tagen wurden durch Unbekannte die Kabel für die gesamte Bahnsteigbeleuchtung gestohlen und müssen nun ersetzt werden. Seit 2013 gibt es leider regelmäßig derlei Angriffe, bei denen gestohlen oder blindwütig zerstört wird. Beispielsweise im Juni 2016 war eine Reservelok Angriffsziel von Dieben, die Fahrschalteteile und Kupferkabel stahlen. Der Schaden damals betrug allein um die 20 000 Euro.

Autor: Mario Jahn (LVZ)

Datum: 07.05.2019





Kohlebahn im MDR

Der MDR berichtet über die derzeitige Situation im Verein Kohlebahnen e.V. Meuselwitz

> hier geht es zum Video
Datum: 02.05.2019


Arbeitseinsatz der Kohlebahner zum Tag der sauberen Landschaft

14.04.2019

Kräftig mit angepackt haben heute zahlreiche Mitglieder unseres Vereins. Innerhalb des Stadtgebietes von Meuselwitz haben wir insgesamt 16 Müllsäcke mit allerlei Unrat gesammelt, welcher von gleichgültigen Mitmenschen achtlos weggeworfen wurde.
Außerdem haben wir verschiedenste Arbeiten an unserer Infrastruktur erledigt. So wurde an zahlreichen Bahnübergängen Vegetations- und Reinigungsarbeiten durchgeführt.
❌Und die Kohlebahn fährt ‼️❌
An regulären Fahrtagen laut Fahrplan startet unser Zug ab Wintersdorf nach Regis-Breitingen und zurück. Zwischen Meuselwitz und Wintersdorf haben wir weiterhin einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der Bus startet in Meuselwitz am Bahnhofsvorplatz.

Wir freuen uns auf Sie. Glück Auf 👍

Datum: 15.04.2019






Schon vor dem offiziellen Saisonstart am 07.04.2019 um 14.30 Uhr, befuhr am 31.03.2019 unsere historische EL-3 mit einem Sonderzug die Kohlebahnstrecke. Im Zug Eisenbahnfreunde aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, welchen wir die Mitteldeutsche Bergbau- und Industriegeschichte präsentieren durften.
Eine Fachkompetente Führung durch Modellbahnausstellung und Lokschuppen, inklusive Mittagessen, fand bei allen Besuchern große Begeisterung.
Glück auf aus Meuselwitz



Datum: 01.04.2019


Kombi-Ticket-Bergbautradition

**Auch 2019 erhältlich**

Das Ticket kostet 20 Euro und beinhaltet neben dem Eintritt in die Brikettfabrik Herrmannschacht Zeitz auch eine Fahrt mit der historischen Kohlebahn Meuselwitz sowie die Teilnahme an einer Führung im Bergbau-Technik-Park Großpösna. Mit einer Ersparnis von 9 Euro gegenüber dem Einzelverkauf stellt es für Besucher einen Anreiz dar, museale und historische Orte der Industriekultur zu erleben.

Erhältlich ist das Ticket bei allen drei Partnern sowie in der Tourist-Information Leipziger Neuseenland (Markkleeberg, Rathausstraße 22).

Der Prospekt wurde von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH herausgegeben und mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes mitfinanziert.

Der Bergbau-Technik-Park präsentiert in einem spannenden Bogen den kompletten Zyklus eines Braunkohlentagebaus. Ein spezieller Bereich im Park erinnert an den Heimatverlust und das Verschwinden ganzer Dörfer. Das Highlight des 5,4 Hektar großen Parks sind zwei Großgeräte des ehemaligen Tagebaus Espenhain: der Schaufelradbagger und das Bandabwurfgerät.

Die Brikettfabrik Herrmannschacht zeigt und erklärt das Wesen der komplexen Braunkohlegeschichte in Mitteldeutschland. Nicht nur der Prozess, sondern auch Pflanzenarten, die vor vielen Jahrtausenden zur Inkohlung beigetragen haben, werden präsentiert. Der einzigartige Maschinenbestand von 1889 untermalt die Zeit der Brikettproduktion in der Fabrik. In dem dazugehörigen Ofenmuseum gibt es eine Sammlung historischer Öfen, welche einen hautnahen Einblick in das Leben mit der Kohle ermöglicht.

Eine Tour durch das nördliche Altenburger Land und einen Teil des Leipziger Neuseenlandes bietet die Historische Kohlebahn. Die mit Dieselantrieb ausgestattete Museumsbahn fährt durch Schnaudertal vorbei an Wintersdorf und weiter durch den Kammerforst nach Haselbach und Regis-Breitingen. Auf dem Betriebsbahnhof gibt es unter anderem ein technisches Museum über die mehr als 100-jährige Geschichte des Braunkohlenbergbaus in der Region.

Die Jahrhunderte währende Gewinnung, Veredelung und Nutzung der Naturressource Braunkohle beeinflusste die Industrie stark. Mit dem Aufschluss der Tagebaue im 20. Jahrhundert begann eine rasante industrielle Entwicklung in Mitteldeutschland. Anfang der 1990er Jahre kam im Zuge der Wiedervereinigung und der sich damit verändernden Energiepolitik jedoch das kollapsartige Ende dieser Ära. In kurzer Zeit verschwanden nahezu die gesamte Infrastruktur und ihre industriellen Sachzeugen.

Sowohl das Kombi-Ticket als auch der Prospekt regen dazu an, sich auf Spuren der Braunkohle in Mitteldeutschland zu begeben. Für weitere Informationen zum Kombiticket bitte unten auf das Bild klicken.




Datum: 31.03.2019


Sturmtief deckt Kohlebahn-Dach in Meuselwitz ab

Artikel Leipziger Volkszeitung 12.03.2019

Auf 20 000 bis 25 000 Euro schätzt Kohlebahnchef Karsten Waldenburger den Schaden, den Sturmtief Eberhard am Dach des Lokschuppens in Meuselwitz angerichtet hat. Auch entlang der Strecke stürzten durch die orkanartigen Böen zahlreiche Bäume um und mussten beseitigt werden.
Meuselwitz
Orkantief „Eberhard“ hat am Sonntag auch bei der Kohlebahn für erhebliche Schäden gesorgt. So wurden Teile des Daches am Lokschuppen regelrecht abgedeckt. Am Dienstag begutachtete Vereinschef Karsten Waldenburger die Schäden genauer. „Offensichtlich hat sich der Windsog vor allem im zweiten Schiff des Daches regelrecht festgebissen und von dort neben ganzen Bahnen an Dachpappe sogar Holzbretter weggerissen“, schildert Waldenburger.

Er schätzt, dass ein Schaden zwischen 20 000 und 25 000 Euro entstanden sei. „Das ist aber nur eine erste grobe Schätzung“, so Waldenburger, der jetzt die Versicherung über den entstandenen Schaden informieren wird. Das am Sonnabend geplante Konzert mit dem Weißenfelser Gitarrist und Sänger Carly Peran könne trotzdem stattfinden. „Unser Glück im Unglück war, dass nur der Dachbereich betroffen war, unter dem sich unsere Technikräume befinden, aber keinerlei Publikumsverkehr ist.“
Auch auf der Strecke der Kohlebahn gab und gibt es eine Menge aufzuräumen. „Dort hat der Sturm ebenfalls zahlreiche Bäume umgelegt. Unsere Mitarbeiter waren schon Montag draußen, um umgestürzte Bäume wegzuräumen, und sind es auch am Dienstag wieder. Ich denke aber, dass wir bis zum Wochenende mit der kompletten Beräumung durch sind und wieder durchgängig gefahren werden kann. Der geplante offizielle Saisonstart am 7. April ist auf jeden Fall nicht in Gefahr“, versichert der Vereinschef.
Von Jörg Wolf

Spendenaufruf
Möchten Sie unseren Verein mit Geld- oder Sachspenden unterstützen? Jede noch so kleine Spende bringt uns unserem Ziel ein Stück näher. Wenn Sie also spenden möchten, steht Ihnen dafür das Konto des Vereins Kohlebahnen e.V. zur Verfügung.

Die Kontodaten lauten:
Verein Kohlebahnen e.V.
VR-Bank Altenburger Land - IBAN: DE88 8306 5408 0003 6481 84 - BIC: GENODEF1SLR
Gern stellen wir Ihnen ab einem Betrag von 50,00 Euro eine Spendenquittung aus.

Herzlichen Dank

Datum: 13.03.2019